Damit hat wohl kein eingefleischter Fan gerechnet – ein brachiales Cover Artwork, ein ebenso merkwürdiger Titel – “Des Wahnsinns fette Beute”. So lautet der Albumtitel der “Neuen-Deutschen-Härte-Band” Oomph!, auf dessen Erscheinen die Fans knapp vier Jahre warten mussten. Dennoch ist der Titel Programm und impliziert eine neu eingeschlagene Richtung, die sich nach dem letzten Album “Monster” durchaus verändert hat.
Der Sound ist vor allem bunter und humorvoller geworden, wohlgemerkt waren die vorherigen Alben sehr düster, sowohl vom Klangbild als auch von den Texten, die wahre Horrorszenarien erschufen. So wartete das Werk “Monster” vor vier Jahren noch mit Texten, bzw. Themen über Vergewaltigung, Todeskämpfen und anderen morbiden Geschichten auf.
Davon ist nicht mehr viel übrig geblieben – was geblieben ist sind Texte über Einsamkeit und Melancholie. Besonders deutlich wird dieser Stilbruch in dem Titel “Bis der Spiegel bricht”. Dieses Lied stimmt Einen nicht nur nachdenklich, sondern ist auch sehr persönlich, da es die Schattenseiten des Erfolges beleuchtet.
Die erste Single Auskopplung “Zwei Schritte vor” läutete zwar noch relativ sachte ein, aber spätestens die Nummer “Such mich find mich” eröffnete die Manege für popartige und relativ softe Syntheziser-Klänge mit Electro-Beats.
Zusammenfassend lässt sich also festhalten, das Oomph! einen ganzen neuen Weg eingeschlagen hat, dennoch trotz dieser Neudefinition und mit etwas Zeit auch Fans der erste Stunde begeistern dürfte.
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