Xavier Naidoo, Samy Deluxe, Gentleman oder auch Afrob – das sind einige Mitgliedernamen um die Gruppe Brothers Keepers. Sie ist ein eingetragener Verein und Zusammenschluss von hauptsächlich afrodeutschen Soul- und Hip-Hop Künstlern, welche sich die Eindämmung von Rassismus und Fremdenhass zum Auftrag gemacht haben. Nun rückt ein weiterer Künstler aus dieser Formation erfolgreich ins Rampenlicht – die Rede ist vom Frankfurter Musiker “Chima”, welcher Nigerianische Wurzeln hat.
Ein erster Vorbote seines nun erschienenen Albums “Stille” konnte sich bereits einen Platz 29 in den deutschen Singlecharts sichern und hört auf den Titel “Morgen”. Bereits diese Single zeigt grob, in welche Richtung das Album geht, doch das ist nur die eine Seite.
Das Album zeigt auf vielen Tracks auch eine andere Sprache, die sehr viel tiefgehender und ehrlicher erscheint, als die Soulpop-Nummern wie “Kleinigkeiten” oder “Fliegen”. Der mittlerweile schon 39-jährige liefert mit seinem 14 Titel starken Release eine angenehm überraschende Atmosphäre, die gerade in Zeiten eines übertrieben gehypten Cro‘s ein toller Lichtblick am deutschsprachigen Soul- und Hip-Hop-Himmel ist.
Dagegen laden Nummern wie “Lieb mich” oder der nach dem Album benannte Titel “Stille” zum Träumen und Hineinversetzen ein, die Einblick in ein Leben geben, das wie bei vielen von uns aus Sorgen und Ängsten besteht. Chima schreibt einfach Geschichten, die das Leben schreibt auf und weiß diese auf eine ehrliche und natürliche Art und Weise zu erzählen, so dass man gern in den Titeln versinkt.
Ehrlichkeit und Natürlichkeit sind die Attribute, die man bei diesem Album schätzen lernen wird und die das Werk einzigartig und neuartig erstrahlen lassen. Wer Mainstream sucht, sollte sich lieber an Cro halten, dieses Album ist für Leute, die auf der Suche nach Neuem sind.
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